Manual-Therapeutische Osteopathie

Die Kurse der integrativen manual-therapeutischen Osteopathie sind eine Fusion der muskulo-skelettalen mit der organbezogenen Therapie. Physisch arbeitende Therapeuten erhalten durch kompakte und praxisorientierte Kurse eine ideale Vertiefung und Erweiterung ihrer Anwendungsmethoden. Durch die Vernetzung von manueller Therapie und Osteopathie im Hinblick auf spezielle Körperbereiche und Krankheitsbilder können die jeweils effizientesten Therapiewege gewählt werden.

Die Kurse sind modular aufgebaut. Sie führen jeweils in die Untersuchung und Behandlung ein, beleuchten die jeweilige Gelenkmechanik sowie deren Zusammenhänge und ermöglichen die Entwicklung funktionaler Anwendungen.

Theorie und Praxis werden abwechslungsreich verknüpft und vermitteln eine effiziente Herangehensweise an häufig auftretende Problemfelder.

Integrative manual-therapeutischejuergenluette
Osteopathie der Extremitäten 1 – 3

Dozent: Jürgen Lütte, Kursdauer: 3 x 3 Tage (3 x 24 Stunden)

Dieser Kanon von aufeinander aufbauenden Kursen widmet sich der intensiven Behandlung von allgegenwärtigen Problemen an Armen und Beinen, wie z.B. dem Tennis-Ellenbogen, dem Schulter-Arm-Syndrom, Plattfüßen, Knieschmerzen, dem LWS-Syndrom und vielen pathologischen Thematiken mehr. Der Einstieg in die Welt der integrativen manual-therapeutischen Osteopathie erfolgt ganz bewusst über die Extremitäten, weil hier zunächst die Mechanik und Funktion des Zusammenhaltes von Muskeln, Knochen, Gelenken, Nerven und Faszien verstanden werden kann.

Kursinhalte:

Modul 1: Untersuchungskurs der Extremitätengelenke

  • Eine kurze Geschichte der Osteopathie bzw. der manuellen Therapie
  • Grundlagen der Gelenks- und Wundheilungsphysiologie
  • Grundlagen der Biomechanik der Extremitätengelenke
  • Grundlagen der manuellen Therapie und Osteopathie
  • Palpation (Untersuchung) und translatorische Untersuchung (Distraktion und Gleiten) aller Extremitätengelenke innerhalb der Ruhestellung

Modul 2: Behandlungskurs der Extremitätengelenke

  • Wiederholung und Weiterführung des ersten Moduls durch Behandlung außerhalb der Ruhestellung sowie Vertiefung des Verständnisses der Biomechanik der Extremitätengelenke im Kontext der manuellen Therapie
  • Erlernen der Einschätzung eines Gesundheitsproblems auf Basis des mehrdimensionalen Belastung-Belastbarkeits-Modells (MDBB): Erkennen von Dauerstress im Gewebe und Festlegen der richtigen Behandlungsstrategie im Kanon verschiedener Ansätze wie z.B. dem Werkstattmodell (unmittelbare physische Problembehebung), dem biopsychosozialen Modell (körperlich-seelisch-geistige Faktoren in der Interaktion mit der Umgebung) oder dem psychosozialen Modell (Coaching)
  • Erlernen von weiteren Untersuchungsmethoden und Assessments, so z.B. von Funktionstests für das Knie
  • Vertiefung der Biomechanik, also Erarbeitung des Verständnisses, wie sich z.B. das Hand- oder Fußgelenk bewegt
  • Weitere vertiefende Behandlungen außerhalb der Ruhestellung
  • Erlernen des zweidimensionalen Arbeitens, so z.B. an der Hand (Extension, Flexion, ulnare Abduktion, radiale Abduktion) und am Fuß (Dorsalextension, Plantarflexion, Supination, Pronation, Inversion und Eversion)
  • Mobilisierung von Becken, Knien, Schultern und Ellenbogen im Kontext der manual-therapeutischen Arbeit

Modul 3: Pathologiekurs der Extremitätengelenke – Krankheitsbilder und 3D-Behandlung mit osteopathischen Manipulationstechniken

  • Erarbeitung eines Verständnisses und die Behandlung von Krankheitsbildern innerhalb der manuellen Therapie wie z.B. Tennisellenbogen, SAS-Syndrom (Sub-Acromial-Syndrom = Entzündung der Schleimbeutel und des Supraspinatus), Hüftarthrose, aseptische Knochennekrosen, Osteonekrosen (Morbus Perthes), Kniegelenkserkrankungen (Kapsel-Bandverletzungen, Menisgusverletzungen), usw.
  • Erarbeitung eines Verständnisses und die Behandlung von Erkrankungen des Fußes wie z.B. Plattfuß oder Fersensporn hoch und tief
  • Erarbeitung eines Verständnisses und die Behandlung von Erkrankungen der Hand wie z.B. des Karpaltunnelsyndroms oder des Pronator-Teres-Syndrom (Muskel drückt auf N. medianus)
  • Besprechung von Knorpelphysiologie & Verständnis neurogener Entzündungen
  • Neurophysiologie der Extremitäten und Besprechung von Ursachen-Folge-Ketten
  • Dreidimensionale Mobilisationen über die Rotationsebene als Verstärker,
  • optimale Kapseleinstellung durch 3D-Behandlung
  • Manipulationen der Extremitätengelenke: die einzelnen Gelenke werden nicht mobilisiert, sondern durch schnelle Mobilsation aktiviert

Zielgruppe: Der Kurs eignet sich insbesondere für Therapeuten, die bereits auf physischer Basis arbeiten oder dabei sind, erste Praxiserfahrungen zu sammeln, wie z.B. Heilpraktiker, Heilpraktiker-Anwärter, Physiotherapeuten, Ärzte, Krankenschwestern, Krankenpfleger etc. Die Kursreihe ergänzt auch hervorragend die kinesiologische Arbeit.

Die einzelnen Module können bei Vorwissen auch einzeln gebucht werden. Der Besuch von Modul 2 und 3 kann auch in umgekehrter Reihenfolge vorgenommen werden.

Termine 2017/2018

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Integrative manual-therapeutische
Osteopathie der Wirbelsäule 1 – 3

Dozent: Jürgen Lütte, Kursdauer: 3 x 3 Tage (3 x 24 Stunden)

Dieser Kurs widmet sich der effizienten Behandlung von allgegenwärtigen Problemen der Wirbelsäule, wie z.B. bei spezifischen und unspezifischen Rückenschmerzen des Kreuzbeins, der Lendenwirbelsäule, der Brustwirbelsäule mit den Rippen sowie der Halswirbelsäule mit dem Kiefergelenk.

Kursinhalte:

Modul 1: Untersuchungs- und Behandlungskurs der Lendenwirbelsäule und des Beckens

  • Einführung in die manual-therapeutische Betrachtung und Behandlung der Wirbelsäule im Sitzen und Liegen sowie in Seitneigung und in Seitenlage
  • Anatomie, Biomechanik sowie die Physiologie des Iliosacralgelenks (ISG) & des Sarcroiliacalgelenks (SIG)
  • Die Untersuchung und Behandlung des Beckens
  • Anatomie, Biomechanik & Physiologie der Lendenwirbelsäule-Facetten und der Bandscheiben
  • Untersuchung und Behandlung der Lendenwirbelsäule (LWS)
  • Erlernen von Safetytests, um Abzuklären ob z.B. Osteoporose, Ischialgien oder Tumore die Behandlung einschränken
  • Erlernen von Traktions- und Kompressionstests sowie neurologische Tests von Reflexen (Lasegue, Zeichen nach Neri, Val Salva = Pressatmung)

Modul 2: Untersuchungs- und Behandlungskurs der Brustwirbelsäule mit den Rippen (Level 1)

  • Anatomie, Biomechanik und Physiologie des Thorax und der Brustwirbelsäule
  • Segmentale Untersuchung und Behandlung der Rippen
  • Untersuchung und Behandlung der Brustwirbelsäule (BWS) sowie des Sternums
  • Erlernen von Safetytests z.B. zur Abklärung von Rechts- oder Linksherzinsuffizienz
  • Erlernen der neurophysiologischen Grundlagen und Diagnosen in Bezug auf das sympathische und parasympathische Nervensystem
  • Erkennen von stressindizierten Gewebsreaktionen (Kampf-Flucht) und die Erarbeitung eines Verständnisses von nozizeptiven, trophischen und limischen Komponenten im Hinblick auf Hautverschieblichkeit, Schweiß, Asymmetrie, Aufquellung, Einschränkungen des Range of Motion oder auch der allgemeinen Beweglichkeit.

Modul 3: Untersuchungs- und Behandlungskurs der Halswirbelsäule, der Kopfgelenke und des Kiefergelenks

  • Anatomie, Biomechanik & Physiologie der Halswirbelsäule (HWS), der Kopfgelenke sowie des Kiefergelenks (TMG)
  • Untersuchung und Behandlung der HWS, der Kopfgelenke und des Kiefergelenks
  • Erlernen von Safetytests wie Traktions- und Kompressionstests (ist es beispielsweise ein Bandscheiben-Problem oder liegt die Ursache im Spinalkanal?), Gefäßtests, Upper-Limb-Tension-Tests (ULTT) = Nervendehntests (N. radialis, medialis, ulnaris)
  • Erarbeitung eines Verständnisses von Ursache-Folge-Ketten auf- und absteigend: verändert also z.B. der Plattfuß das Becken oder das Becken den Fuß?
  • Betrachtung der Schädel-Kiefergelenks-Beziehung absteigend bis zum Becken
  • Mobilisations- und Manipulationstechniken zur Integration der Wirbelsäule

Zielgruppe: Der Kurs eignet sich insbesondere für  Therapeuten, die bereits auf physischer Basis arbeiten oder dabei sind, erste Praxiserfahrungen zu sammeln , wie z.B. Heilpraktiker, Heilpraktiker-Anwärter, Physiotherapeuten, Ärzte, Krankenschwestern, Krankenpfleger etc. Die Kursreihe ergänzt auch hervorragend die kinesiologische Arbeit.

Termine werden auf Anfrage bekannt gegeben