Hintergründe der Biographiearbeit

Die Betrachtung der eigenen Lebensbiographie, auch Biographiearbeit genannt, ist ein guter Weg zur eigenen Identifikation mit meinem eigenen Lebensplan, meiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wie habe ich bisher mein Leben gemeistert? Wann gab es Störungen, bestimmte Muster oder Hinderlichkeiten, die mich von meinem ursprünglichen Plan abgehalten haben? Oder was hat es mir ermöglicht, die eigenen Pläne umsetzen zu können?

 Ein bewusstes Hinschauen auf den eigenen Lebensplan bringt mehr Annahme, Akzeptanz, Verzeihen, Loslassen und Vertrauen in das eigene Leben, um die eigene Lebenskraft künftig besser in authentische und kreative Projekte stecken zu können. In das hinein, wozu ich wirklich angetreten bin.

 Die anthroposophische Biographiearbeit orientiert sich an Vorgaben Rudolf Steiners, Lebenszyklen untersuchbar und determinierbar zu machen. Dazu gehören Mondknotenbetrachtungen und insbesondere Zyklen, die in etwa dem saturnaren Umlauf um die Sonne entsprechen. Im Grunde sind es ungefähre Transitbetrachtungen abgeleitet aus der Astrologie, um im jeweiligen Lebensalter des Menschen bestimmte Schlüsse nachzeichnen und nachvollziehbar machen und ein eigenes inneres Verständnis für die jeweilige Situation entstehen lassen. Dadurch entsteht mehr Bewusstheit im Leben, welche die Gegenwärtigkeit des Alltags  nachvollziehbarer und erlebbarer macht. Auf diese Weise wird das Leben stark, Entscheidungen sind von wirklicher Entscheidungskraft durchdrungen und der Mensch wird liebevoller und authentischer, sich selbst und anderen gegenüber. Die Analyse des eigenen Spiegels führt zu mehr Verständnis und Mitgefühl.

 

Hintergründe der Astrologie

Astrologie ist eine uralte Erfahrungswissenschaft, deren Anfänge und Ursprünge im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen liegen. In der babylonischen Hochkultur war Astrologie wohl die wesentlichste aller Wissenschaften.

Doch auch bei indianischen Völkern wie den Majas fand sie auf ihre eigene Weise Beachtung: jetzt beginnt ein neuer Kalenderzyklus bei den Majas, eben genau an der Schwelle der astronomisch-astrologischen Präzession vom „Fische- zum Wassermann-Zeitalter“. Europäische Völker haben dieses Wissen ebenfalls nicht aus vorderasiatischen Hochkulturen übernommen, sondern selbst Zeichen gesetzt: die Megalithenkulturen in ganz Europa oder auch der Fund der mehrere tausend Jahre alten und in Europa hergestellten Himmelsscheibe von Nebra (Sachsen-Anhalt) weisen auf das tiefe, innere Wissen kosmischer Gesetze und Zusammenhänge in europäischen Kulturen hin. Die Kultur der astronomisch-astrologischen Weisheit wurde also nicht (nur) aus Asien importiert, sondern war eine eigene, innere Weisheit europäischer Völker.

Bis ins späte Mittelalter waren Astronomie und Astrologie eine einzige und vereinte Wissenschaft. Noch bis ins 20. Jahrhundert wurden astronomische Beobachtungen mit astrologischen Betrachtungen in der Zusammenschau betrachtet, erst im 21. Jahrhundert war innerhalb der immer materieller betrachteten Welt der Siegenzug der Astronomie nicht mehr aufzuhalten und die Astrologie bekam einen zweifelhaften Ruf.

Langsam ändert sich das wieder und wir erkennen mehr und mehr die Bedeutung an, die hinter dieser archaetypischen Betrachtung astronomischer Grundtatsachen des Menschseins steht. Diese Art von Analyse führt zu mehr Klarheit und kristallklarem Verständnis des woher, wohin oder wozu der Menschen. Das quantenphysikalische Verständnis der Natur muss eben dem entsprechen, wie es Einstein vorausgesagt hatte: Materie ist Licht, Gedanke oder Idee, Licht, Gedanke oder Idee ist wiederum Materie. Wandelbar, verwandelbar.

Heilwerden oder Ganzwerden ist nicht ausschließlich rational, linear oder messbar, sondern folgt eben viel umfassenderen Gesetzen. In so fern hilft der Blick in die Sterne um dieses innere Verständnis zu entfalten und es zu nutzen.